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Archive for März, 2010

erstes Zwischenziel, Mansfield

Mittwoch, März 31st, 2010

Heute morgen bei starkem Nebel losgefahren. Die Landschaft wie verzaubert, mit dem Lichten der Nebelfelder wird es wärmer, Mittags ist der Himmel blau und wir gönnen uns ein erstes Eis. Die Gegend wird immer hügeliger. Die ersten Stöhner entringen sich Fritz, der ja auch ca 13 kg mehr schleppt als ich.

Um 16.00 Uhr in Mansfield bei Richard und Georgia angekommen. Mansfield besteht nur aus Hügeln!

Karin

Ein paar Eindrücke von unterwegs:

Rückenwind

Dienstag, März 30th, 2010

Spontan wie wir ja sind (höre ich da etwa höhnisches Gelächter??!) sind wir heute von der geplanten Route abgewichen, auf der wir „hoch am Wind“ gefahren wären und haben uns zunächst nach Süden gewandt und dabei einen veritablen Rückenwind ausgenutzt. Wir hoffen ja, dass sich das morgen nicht rächt, wenn wir doch nach Osten müssen.

So lieben wir das!

Die Gegend seit Toledo hat sich etwas  geändert. Sie ist stärker landwirtschaftlich genutzt, scheint reicher zu sein (die Häuser werden größer). Die Schläge werden größer. Die Landschaft ist etwas wellig, fast endmoränenartig.

Überraschung

So wohnt man

so liegt man

Zu unserer Navigation: Wir haben einen Satz Übersichtskarten 1:600.000 – 1:1.250.000 dabei, die zur groben Orientierung reichen. Die feine Abstimmung erfolgt mit einem GPS-fähigen Handy (Nokia XpressMusic ) ohne Navigationsfunktion. Damit lassen sich Strassen, Einkaufsmöglichkeiten, Übernachtungen, Gastronomie usw problemlos finden. Die Orientierung oder auf dem platten Land ist absolut bequem und top-zuverlässig. Hat sich bisher gut bewährt. Geladen wird das Ding (da es ja bei Dauerbeleuchtung ziemlich viel Strom braucht) über Naben-Dynamo und das „E-Werk“ von B+M. Das Ganze ist eine überzeugende gut praktikable Kombination.

 Fritz

Ein Tag im Regen

Montag, März 29th, 2010

Heute haben wir einen kleinen Vorgeschmack auf das Kommende gehabt: 75 km schnurgerade Strecke mit einem kleinen Knick in der Mitte, den wir in angenehmer Erinnerung behalten werden, erstens weil dieser Richtungswechsel das einzige einschneidende Ereignis dieser Etappe war und weil zweitens genau hier ein Mann aus einem Auto mir zurief, mein Hinterreifen habe zu wenig Luft. Ja, sagte ich, mit meiner kleinen Handpumpe kriege ich da keine vier bar drauf. Er hielt an, klappte die Hecklappe mit einem leeren Fahrradträger auf und holte eine riesige Luftpumpe raus. Mit drei Pumpstößen waren die vier bar drauf und er düste nach einem kurzen Gespräch von dannen. Ansonsten hat es den ganzen Tag ohne jede Pause geregnet. Alle Kleidung ist klatschnass, ich weiß nicht ob mehr von innen oder von außen. Allerdings ist die Welt nach einem heißen Bad im Motel in Toledo wieder in Ordnung.

Radweg in Toledo

Fritz

Expressmotel Toledo

Detroit

Sonntag, März 28th, 2010

Heute nach Detroit reingefahren, 30 km hin durch Vororte und ziemlich verlassene Hafengebiete. Es muss frueher gigantisch gewesen sein, heute wirkt es vorrangig trostlos. Die Glasfassade des GM-Hauptgebaeude glitzert allerdings immer noch in der Sonne. Viele der stolzen Gebaeude, die z.T. mit viel Prunk an den Fassaden von goldenen Zeiten traeumen, stehen leer. Gute Restaurants und Bars stellen sich bei Naehergehen als verlassen dar.
In manchen Gegenden, durch die wir gefahren sind, sind die meisten Wohnhaeuser nicht nur verlassen, sondern auch verfallen oder ausgebrannt.
Im mexikanischen und arabischen Viertel scheint es lebendiger zu sein. Wir hoeren mehr Musik auf der Strasse und nicht ganz so viele Haeuser stehen leer.
Das Radfahren war uebrigens ganz problemlos. Wir haben sogar mehrere Radfahrer gesehen!
Und die Autofahrer waren sehr ruecksichtsvoll.
Nur die Strassenbelaege sind einer Autostadt nicht wuerdig.

karin

Yeah, we got it!

Samstag, März 27th, 2010

Das vorabendliche Einbuchen

reisefertig

vorgestern hat sich als Stress mindernd und segensreich erwiesen.

Als wir anderen Tags den Flieger bestiegen, stellten wir mit Begeisterung fest: der heißt ja wie wir!

Witten

Wenn das kein gutes Omen ist! Der Flug in unserem „Privatflugzeug“ über die Südspitze Grönlands und das Packeis vor Labrador mit weitgehend guter Sicht war denn auch bilderbuchmäßig.

Der Ort der Anspannung war nun der Schalter des Immigration-Officers. Warten in der langen Schlange. Fingerabdrücke, Irisfoto. Das Gespräch war dann ruhig, distanziert, freundlich, sogar eine Bemerkung über die Langsamkeit seines Computers. Aber zur Genehmigung der gewünschten 208 Tage sah er sich keinesfalls in der Lage. Das Maximum sind eigentlich 180 Tage. Also ins Extrazimmer zum nächst höheren Dienstgrad. Die beiden Herren waren schon etwas lockerer, durchaus auch amüsiert über unser Vorhaben, aber doch sehr skeptisch. Das Ganze hatte bestimmt den Charakter von Willkür oder Demütigung, wie man manchmal hört. Verständnis für denn Sinn des Unternehmens hatten sie dennoch nicht. Es ging ihnen wohl darum zu klären: sind wir nun

a)      Arbeitsimmigranten?

b)      normale Verrückte?

c)      oder hat der Wahnsinn doch Methode?

Wir konnten sie schließlich von c) überzeugen. Hilfreich war dabei sicher, die Rahmenbedingungen belegen und damit lautere Absichten glaubhaft machen zu können: finanzielle Absicherung (aktueller Kontoauszug, Visa-Karte), Fitness- und erfahrungsmäßige Voraussetzungen (Foto mit Fahrrädern am Timmelsjoch), Reiseplanung (Landkarte mit eingezeichneter Strecke, Ausrüstung) und Gründe, wieder nach Deutschland zurückzugehen (E-Ticket für den Rückflug, befristete Freistellung von der Arbeit, Foto von Haus und Familie). Vielleicht haben auch unsere „USA-wir kommen!“-T-shirts vom TCW mitgeholfen, den rein privaten Charakter der Reise zu unterstreichen. Jedenfalls wurden volle sieben Monate genehmigt und Plan B, C und D können in die Tonne!

Fritz

wir sind da!

Abschiedsrituale

Freitag, März 26th, 2010

 

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Vor allem merkt er , wie viele gute Freunde er hat.

Am Dienstag war fast die gesamte Nachbarschaft aus unserer Straße da. Es gab neben ungläubigen Staunen auch viel Ermunterung und Bestätigung. Wir hatten war mal wieder ein Beweis dafür, was für tolle Nachbarn wir haben. Am Donnerstag morgen um kurz nach sieben standen sogar zwei vor dem Haus, um ein Aufbruchsfoto von uns zu machen!

Am Mittwoch nachmittag war Aufrödeln angesagt.

Luftdruck auf Gepäckbelastung bringen und Packtaschen anbringen. Als ich abends um halb sieben nochmal ans Rad ging, traute ich meinen Augen nicht: Mein Vorreifen war platt!!! Der gute unplattbare Marathon extreme ! So kam ich unverhofft zu meinem ersten Reifenwechsel am neuen Rad. Der Schlauch hatte ein Loch, und zwar auf der Felgenseite. Ich konnte zwar nichts finden, aber wahrscheinlich war ein Mini-Steinchen auf dem Felgenband gesessen, dass bei erhöhtem Druck durchstach. Dabei bin ich nicht einmal mal gefahren! Tja, mein Urvertrauen hat erstmal einen Dämpfer bekommen und ich bin mindestens noch 4x abends und frühmorgens rausgerannt und habe nachgeschaut, ob der Reifen noch Luft hat. Und auf dem Weg in die Stadt habe ich noch einen Ersatzschlauch besorgt – sicher ist sicher.

Dann kamen wir wie bestellt in die Praxis. Wir wussten nicht genau, was uns erwarten würde: nämlich in der  bunt geschmückten Praxis viele  gute Freunde und das gesamte Praxisteam, mit Sekt, Waffeln, Transparenten an den Wänden, und sogar einem extra verfassten Song. Der wurde mit viel Begeisterung mehrfach gesungen! Wir waren völlig geplättet und gerührt.

Im großen Radkonvoi wurden wir zum Bahnhof begleitet, wo uns bereits die ADFC-Abordnung mit einem Zeitungsfotografen erwartete.  Aus den Philipinen schalteten sich per skype Freunde auf einem mitgebrachten netbook dazu, um ebenfalls noch alles Gute zu wünschen.

Also richtig “großer Bahnhof ” für uns. Wir kanen aus dem Lachen, Tränen verdrücken und Abschiedsdrücken gar nicht raus. Bis endlich der Zug abfuhr und mit viel Tacshentuchgewinke die Gruppe am Bahnsteig immer kleiner wurde.

Danach lagen wir beide uns erst einmal in den Armen und mussten ein wenig heulen.

Karin und Fritz

Abschiedsparty

Sonntag, März 21st, 2010

Unsere Abschiedsparty gestern im “Sauna-Klub” war einfach toll. Es ist ein schönes Gefühl, so viele liebe Freunde zu haben. Wir sind noch ganz überwältigt von all den guten Wünschen,die uns begleiten werden. Gut, dass die nichts wiegen, sondern eher noch beflügeln. Wir werden einige der liebevoll ausgedachten und sinnigen Geschenke mitnehmen und dafür anderes aus den Packtaschen werfen müssen.
Euch allen, die Ihr da wart, – vielen Dank für diesen wunderbaren Abend!
Und vor allem eine dicke Umarmung für Julius, der uns seine Freigeistparty dafür angeboten hat und einfach ein supercooler DJ und Klassesohn ist!
Karin

endlich online

Freitag, März 19th, 2010

Nun sind wir also online.  Wie immer ist noch nicht alles fertig, aber das wird schon.

Wir werden in den nächsten Tagen auffüllen, was wichtig ist und der Rest kommt auf der Reise.

Lieben Dank an Jan, der uns aus der Ferne tatkräftig  unterstützt hat. Bei der Gelegenheit konnte ich auch skype testen- das war super.

Karin

Geocoin aktiviert

Dienstag, März 16th, 2010

Wir haben zur Reise einen schönen Geocoin geschenkt bekommen, den wir mit einer Aufgabe losschicken wollen.
Er soll unserer Reiseroute folgen. Der Startschuss fällt für uns gleichzeitig und dann werden wir sehen, wer von uns, der Coin mit Hilfe der internationalen Cachercommunity oder wir mit dem Rad zuerst wieder in Wolfsburg ankommt.

Ein spannendes Unternehmen, das in Kürze losgeht. Wir hoffen, dass der Coin unterwegs nicht verloren geht – das hoffen wir von uns ja auch.

Wer Lust hat, kann den Weg verfolgen.   friendly cycle race across the USA

Karin

Wer schafft die Tour am schnellsten?

In der Presse

Montag, März 15th, 2010

Die örtliche Presse berichtet:

0313_WAZ_HP_13

  • Photos

    • 10.07.-22
    • IMG_0777
    • geschockter Spatz-von der Strasse gesammelt
    • 09.11.-01
    • Abfahrt aus New York 15