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Archive for April, 2010

27.04. Shenandoah Valley

Mittwoch, April 28th, 2010

is nix mit Valley und flach. Sehr sehr hügelig,- aber auch schön.

Keine Lust was zu schreiben, deshalb nur Bilder:

26.04. Shenandoah NP 3

Mittwoch, April 28th, 2010

ohne Worte

25.04. Shenandoah-NP 2

Mittwoch, April 28th, 2010

Blendendes Wetter heute, nachdem sich der Hochnebel verzogen hat und wir genießen die Aussicht. Als Highlight des Tages haben wir neben anderem Getier (das Foto sei Sabine ausdrücklich gewidmet!) einen veritablen Schwarzbären gesehen- zehn Meter neben der Strasse.

Abends tatsächlich neben einer offenen Hütte des Appalachen-Trails das Zelt aufgeschlagen. Vorher haben wir uns ordentlich eine Permission für back-ground camping besorgt. Der Hut ist mitten im Wald, die Räder haben wir nahe der Straße abgestellt und das Gepäck geschleppt. Zwei Jungs um die zwanzig waren schon da. Sie laufen den gesamten Trail. Sie geben uns einen Tip für den nächsten Tag. Campground beim YMCA in Waynesboro und ein Chinese, der gut und günstig sei.

Sicherheitshalber ziehen wir alles, was essbar ist oder danach riechen könnte, auf die Stange. Man kann ja nie wissen!

24.04. Shenandoah-Nationalpark

Mittwoch, April 28th, 2010

Dieser Nationalpark ist ein Bergrücken im Osten der eigentlichen Appalachen mit einer sensationellen Höhenstrasse, die sich über 170 km in Höhen zwischen 700 und 1200 Metern mit einem fantastischen Ausblick nach dem anderen hinzieht. Die Fotos werden wir Euch alle zeigen! — Nein, Spaß beiseite, nur ein paar.

In der Nähe der Strasse und diese mehrfach überkreuzend verläuft der bekannte Appalachentrail. Das ist ein Wanderweg von Georgia im Süden über 3000 km bis nach Maine im Nordwest-Zipfel der USA. Jedes Jahr begeben sich 2000 bis 3000 Menschen Ende Februar oder Anfang März auf diesen Weg und 500 davon beenden ihn denn auch im Oktober am Zielpunkt.

Heute ist es leider ziemlich trübe und in der Nacht im Lodge regnet es auch ordentlich.

Es lässt sich wieder mal ein Beispiel für überraschende Begegnungen berichten: Als wir nämlich etwas erschöpft in der Hütte am höchsten Punkt der Strasse unsere Suppe löffelten, setzte sich ein Paar an den Nebentisch und schlug uns vor, doch rüber zukommen und gemeinsam zu essen. Der Mann war seit zwei Monaten auf dem Appalachen-Trail unterwegs und seine Frau besuchte ihn jetzt erstmalig. Die beiden hatten sich also zwei Monate nicht gesehen. Wir unterhielten uns prächtig und als wir uns verabschieden wollten, übernahmen sie kurzerhand die Rechnung für unsere Suppen und schlugen ein gemeinsames Frühstück vor. Da konnten wir nicht nein sagen und hatten so noch ein nettes Gespräch am nächsten Morgen, bevor Lee wieder auf die Piste ging, seine Frau nach Hause zum Geldverdienen fuhr (einer muss ja Geld verdienen, sagte sie uns) und wir ebenfalls die Stinkesachen anzogen und die Beine aufs Rad schwangen.

23.04.

Mittwoch, April 28th, 2010

Abgesehen von einem Kettenriss durch ungeschicktes Schalten gibt es eigentlich nichts Wesentliches zu berichten. Wir freuen uns auf die Berge, denn wir sind auf dem Weg in  den Shenandoah-National-Park.

Weiterhin scheint es mehr Tierärzte und -hospitals als Ärzte zu geben. Außerdem lieben die Virginier anscheinend neue Matratzen; alle Nase lang gibt es Matratzenläden.

 Den ganzen Tag auf belebter Straße gefahren. Ab Nachmittags wurde es richtig voll. Wir hatten meist einen Streifen für uns und waren so auch mal im Vorteil, wenn wir an kilometerlangen Stopandgo´s vorbeigefahren sind. Trotzdem nervt es irgendwann.

23.24.04. unterwegs

Samstag, April 24th, 2010

Liebe Freunde,

Wir wollen nun in die Appalachen und wissen nicht, wann wir wieder online sind. Macht Euch keine Sorgen, alles ist Bestens.

Fritz und Karin

22.04. Washington D.C.

Samstag, April 24th, 2010

Die Jugendherberge ist ganz schön teuer, aber dafür zentral gelegen. Alles ist in Laufweite erreichbar und so traben wir los. In der Stadt kann man sich gut orientieren, da die Straßen wie bei einem Schachbrett in einer Richtung durchbuchstabiert werden und in der Quer-richtung durchgezählt werden. Wenn da nicht die schrägverlaufenden Straßen wären, die dann doch wieder Namen haben! Washington ist völlig anders als New York. Viel ruhiger, gediegener, einfach machtvoller. Die Gebäude, vor allem die vielen offiziellen wie zB Museen, strahlen selbstbewusste Würde aus. Dass die Stadt als Hauptstadt geplant und gebaut wurde, erkennt man einfach. Es ist alles pieksauber, aber die vielen großen Rasenflächen sind alle zum Bespielen da. Und es wird reichlich genutzt. Nachmittags sind überall Leute, die Baseball spielen, unglaublich! Und wieder jede Menge Jogger unterwegs. Am 25.04. ist Earth Day und es wurden unzählige Info- und Aktivitätenpavillons aufgebaut.

Wir schauen uns kurz die Gewächshäuser des botanischen Gartens an und sind erstaunt, dass es keinen Eintritt kosten. Ebenso wenig wie im Nationalmuseum für Indianer (heißt natürlich anders). Es passt ins Bild. Denn Bildung und Wissen wird allgemein stark beworben. Also die Leute können sich das alles umsonst ansehen. Kontrastprogramm: die private Universität in Georgetown, dem Viertel der Wohlhabenden, ist eine der teuersten in den Staaten. Da kostet das  Studienjahr schlappe $ 40.000, reine Studiengebühren. Und fast die Hälfte der Studenten komme wohl ohne irgendeine Förderung aus, wurde uns berichtet. Auch die Häuser in Georgetown, schon ganz nett (s. Foto), seien die teuersten in Washington. Da ist man auf jeden Fall mit mehreren Mio. $ dabei.
Und gleichzeitig sehen wir abends in der Innenstadt auf den Bänken und in den Hauseingängen Menschen liegen und schlafen. Der Kontrast ist einfach überall sichtbar.

20./21. 04 Baltimore –Anfahrt auf Washington D.C.

Samstag, April 24th, 2010

Weiter Superwetter. Maryland ist sehr wellig, abwechslungsreich, gefällt uns gut. Auch wenn uns mal wieder auffällt, wie unbekümmert sie mit dem Platz, der Landschaft, der Natur umgehen. So ganz nach dem Motto: es gibt ja genug davon, man braucht es sich nur zu nehmen.
In Baltimore wurden wir von extrem vielen Leuten angesprochen, z.T. sogar an der Ampel. Einer erklärte uns den Weg zu einem StatePark, der in der Nähe sei und einen Campingplatz hätte. Den wollten wir dann auch anfahren. Nach einer Reifenflickpause (Fritz) – er ist mit dem Vorderrad in einen breit längsgerillten Straßenablauf geraten- gotteseidank nicht mehr passiert- haben wir verzweifelt versucht, etwas Frisches einzukaufen. Das ist manchmal etwas schwierig. Habens aber doch geschafft und sind abends im StatePark gelandet. Endlich mal wieder zelten!! Es war sehr schön. Morgens um sieben  holte uns dann der Ranger aus dem Zelt; der Campground sei geschlossen. Die Offiziellen haben schon eine besondere Art des Auftritts. Wir stellten uns etwas dumm, beruhigten ihn und frühstückten dann erstmal gemütlich. Bis wir loskamen fing es an zu regnen. Und das blieb den ganzen Tag so, bis wir völlig durchgeweicht in der Jugendherberge in Washington DC ankamen.

19.04. Havre de Grace

Samstag, April 24th, 2010

Es  ist immer wieder erstaunlich, was gutes Wetter so ausmacht. Die Leute heute waren freundlich. Wir haben viel Zuspruch bekommen. Oft einfach Hupen und Daumen hoch. Es tut einfach gut. Die Straße war, obwohl Hwy und mehrspurig, gut zu befahren, vom Belag her superneu, der Seitenstreifen breit, wenig Müll und Glasscherben. Fast am Ziel, wurden wir von einer Brücke aufgehalten, über die es für Radfahrer keinen Weg gibt, außer per Taxi. Kurzentschlossen sprachen wir einen Mann mit einem Pickup an, der gerade aus dem Tankshop kam. Ja, er könne uns mitnehmen, kein Problem. Also die Räder kurz abgesattelt, auf die Ladefläche gehievt und los gings. Unterwegs erzählte er uns, dass seine Frau gerade auf Hawai sei und dort arbeitete. Die Fahrt dauerte nicht lange und wir verabschiedeten uns mit Handschlag. Und in der Anmeldung vom Motel erzählte uns der Angestellte, er kenne Wolfsburg und wüsste, dass der VFL Deutscher Meister geworden sei! Und dann waren wir unten am Wasser und ließen uns auf einer Terrasse das Bier am Atlantik schmecken.

18.04. Trenton

Montag, April 19th, 2010

Heute ging so ziemlich alles schief, was schief gehen kann. Nicht absolut alles, denn neben einem Mega-Knast wackelte friedlich mümmelnd ein Stinktier seines Weges. Als ihm mein Anpirschen und Fotografieren zu dumm wurde und es sich langsam umzudrehen begann, um mir sein gefürchtetes Hinterteil zuzuwenden, konnte ich noch rechtzeitig flüchten. Das hätte ja auch noch schief gehen können.

Ansonsten zog sich der Tag doch ziemlich hin. Gegen Abend fuhren wir durch die Elite-Universitätsstadt Princeton, die Wohlstand, Kultur und Lebensstil ausstrahlt. Wir freuten uns auf einen der seltenen Campingplätze in der Nähe, herausgefunden im Internet. Die Adresse erreichten wir bei Dunkelheit und schon ziemlicher Kälte, aber da war kein Campingplatz, sondern eine Villengegend. Das Rätsel war nicht zu lösen. Jedenfalls beschlossen wir, das nächste Motel anzulaufen, 8 km, also etwa ½ Stunde. Aber auch das Motel gab es nicht, hat es vielleicht mal gegeben, aber jetzt war eben nichts mehr zu finden. Das nächste Motel, das wir dann weiter 20 Minuten, jetzt schon gegen 9 pm erreichten, erwies sich als die mieseste Absteige, die wir je gesehen hatten, aber es gab keinerlei erreichbare Alternative. Und hier hatten wir nun –bei all unserer Begeisterung- die schöne Gelegenheit, das andere Amerika kennenzulernen: Karin hat sich nämlich in einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit ihre Lenkertasche klauen lassen, immerhin ohne Geldbörse mit Kontokarten und Pass; die hatte sie in der Hand. Es kam nur eine Täterin in Frage, die wie mehrere andere in dem Haus als städtische Sozialhilfeempfängerin wohnte. Mit einem riesigen Polizeiaufgebot (übrigens ausgesprochen nette und umgängliche Leute) wurde die Täterin samt Tasche um 1 Uhr nachts gefunden, Flugtickets, Adressbuch, Tagebuch und Brille waren da; Translator, Fernglas, Handy und leider auch der mp3-Player (Geschenk von Julius) waren inzwischen versetzt und wohl unauffindbar. Heute waren wir dementsprechend damit beschäftigt, das zu verdauen.

  • Photos

    • alles eingepackt
    • 06.16.-13
    • 10.08.-16
    • 07.04-04
    • 09.06.-10