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06.08. Cabo da Roca!

Wir fahren Montag früh ohne Gepäck vom Campingplatz los. Zuerst geht es etwas hakelig durch die Stadt nach unten. Die Straßenverhältnisse sind etwas unübersichtlich, das Risiko, plötzlich auf einer Kraftfahrstraße zu landen ist relativ groß, aber dank Garmin klappt es gut. Unten fahren wir die Uferstraße N6 marginale. Es herrscht erstaunlich viel Verkehr und verlangt Aufmerksamkeit. Es geht jedoch gut voran und wir radeln zügig durch die ganzen Städte bis zur Landspitze. Hier sind überall Sandstrände mit den bekannten Erscheinungen: Strandliegen und Sonnenschirme in Reihen, Cafés und Restaurants, Hotelburgen, Villen und Altsstädte. Es ist noch vormittags und die Strände beginnen sich erst langsam zu füllen. Uns zieht es zum Leuchtturm und außer einer Wassernachfüllpause an einer Wasserstelle am Straßenrand fahren wir die 40km durch. Ohne Gepäck fährt es sich fast spielerisch leicht. Auch der Anstieg über ca 8km kostet außer dem üblichen Schweiß erstaunlich wenig Kraftkörnchen.

Dann sind wir am westlichsten Punkt des europäischen Festlandes!!  Nach 3115km haben wir das Ziel unseres zweiten Teils der Weltumradelung erreicht!!
Hier gibt es zwar nicht die “letzte Bratwurst vor New York”, dieser Kiosk ist weiter südlich und vermarktet sich zu unrecht als westlichsten Punkt, aber einen Souvenirladen finden wir auch. Leider keine Aufkleber! Ein Handtuch mit dem aufgestickten Leuchtturm möchten wir nicht mitnehmen, also begnügen wir uns mit einer Postkarte.
Der Rückweg ist super! Der Westwind hat aufgefrischt und schiebt uns die ganze Strecke ! Wir machen eine Pause mit Fußbad im Atlantik (Badezeug haben wir leider vergessen und Nacktbaden ist hier nicht angesagt), bestaunen Badetouris  und sinnieren darüber, dass wir früher (lang ist´s her) auch Badeurlaub am Strand hatten.
Zurück auf dem Campingplatz sehen wir, dass die Gruppe junger Leute (Boombändchen als Erkennungszeichen gab den Anlass zu netter Kontaktaufnahme), die neben uns gezeltet hatten, einen kleinen Haufen mit Lebensmitteln sowie ein Wurfzelt dagelassen hatten. Da wir selbst die letzten Tage nicht mehr kochen und das Zelt nicht mitnehmen wollten, suchten wir mögliche Interessenten. Und wir fanden ein junges Pärchen aus Österreich (Boomer, was sonst), die sehr froh über die Nudeln und Tomatensoße waren. Das Zelt nahmen sie auch mit. Unsre gute Tat für diesen Tag!
Beschwingt fuhren wir mit dem Bus runter in die Stadt, schlenderten durch die Altstadt, wo der Fado entstand und lernten in einem Restaurant  tatsächlich die zwei Künstler  aus New York kennen, die auf der Boom den unglaublichen Schrein mit der Klangskulptur gebaut haben!! -Ein richtig guter Tag!!

Spätabends leisten wir uns wieder ein Taxi nach Hause; 7,50 € und 15 min. Fahrt statt 3,50€ und 1 Std warten + 1 Std Busfahren.
Es lebe der Luxus!
Die Lissabonfotos gibt´s extra.

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