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Archive for the 'Highlights' Category

20.09. Grand Canyon 3

Donnerstag, September 23rd, 2010

20.09. Grand Canyon 2

Donnerstag, September 23rd, 2010

20.09. Grand Canyon 1

Donnerstag, September 23rd, 2010

07.08. Redwoods- ein Highlight!

Montag, August 9th, 2010

Durch einen Wald mit den höchsten und ältesten Bäumen der Welt zu fahren, ist ein Erlebnis, das die Seele berührt. Diese Bäume werden bis zu 2000 Jahre alt und über 100m hoch. Stirbt der Baum ab, sprossen an der Basis ringsum neue Triebe und bilden manchmal einen richtigen Ring (“families”).

Schaut die Fotos an und vielleicht könnt Ihr ahnen, wie es ist. Die Luft in den Redwoods ist wassergesättigt und frisch. Es ist still (von den Autos abgesehen) und ehrfurchtsgebietend. Manche Bäume wuchsen schon, als sie Jesus ans Kreuz genagelt haben. Die Wurzeln sind sicher alle miteinander vernetzt und wenn wir uns vorstellen, dass sie auf irgendeine Art kommunizieren, – was für ein gewaltiges und uraltes Wissen steckt hier!

31.07. 10000 km und wir sind durch!

Montag, August 2nd, 2010

Heute war ein wunderbarer Tag! Nach langer Nacht bei Life-Musik gab’s ein prima Frühstück. Als wir abfuhren, hatten wir einen bedeckten Himmel und 16°. Das wurde dann aber immer weniger, je näher wir der Küste kamen. Bei 13° hatten wir lange Merino-Wäsche drunter und die dicken Winterhandschuhe an. Nach  1ineinhalb Stunbden kam das erste Highlight des Tages: der 10.000ste Kilometer! Da mein Tacho nur vierstellig ist, haben wir da ein Problem. Meine eher hardware-orientierte Lösung ist nicht wirklich befriedigend. Es fehlen nämlich drei Nullen vor der aufgeklebten 1. So greifen wir denn dankbar auf das „Software-Update“ unseres Tauchfreundes und Computer-Spezialisten Michael M.-P. zurück: so sollte das eigentlich aussehen. Danke, Michael!

Zwanzig Kilometer weiter sind wir in Lincoln City an der Westküste. Ein erhebender Moment! Die Sonne schien und die felsige Küste verliert sich zu beiden Seiten im Nebel. Wir geben gerne zu, dass wir doch ein wenig stolz sind. Wir hätten zwar ein Empfangskommitee angemessen gefunden (Bürgermeister, Goldenes Buch der Stadt, Blaskapelle und so), haben uns dann aber mit (kalifornischem!) Sekt, marinierten Shrimps und Weißbrot an den Strand gesetzt und unseren Erfolg genossen. Bei der Weiterfahrt zum nächste State-Park wurde es dann wieder grau und grauer, begann schließlich zu nieseln. Das soll allerdings das typische Wetter der Oregon-Küste sein. Wie der Fahrt nach Süden werde es jeden Tag besser. Wir werden sehen!

28.-30.07. Portland, eine tolle Stadt!

Montag, August 2nd, 2010

Die Einfahrt nach Portland ist wie jede Großstadt. Viel Verkehr, rechts und links Gewerbe und große Läden. Erstaunt sehen wir die Reklametafeln, die Chips zu Cholesterinsenkern machen und den attraktiven Mann auf der Matratze. In Portland fahren wir in den Südosten, ein Stadtteil, der einfach wunderschön ist. (Hawthorne )Eine Mischung aus Neustadt in Dresden, Kreuzberg in Berlin und anderen freakigen Orten. Wir kommen in einer kleinen  Jugendherberge mit Grasdach, Regenwassernutzung und abendlicher offenen Bühne mit Lesung und Musik unter. Portland ist eine Fahrradstadt, phantastisch. Am nächsten Tag findet Fritz in einem großen Secondhandladen die ultimative Badehose, wir haben ein langes Gespräch mit einer Buchhändlerin in einem kleinen Buchladen. Sie kommt aus Essen und ist ´61 weg nach Californien. und hat mit 51Jahren zusammen mit ihrem Mann den Laden in Portland aufgemacht. Sie sind beide sehr lebendig, engagiert und fit. Abends besuchen wir das Straßenfest in der Alberta Av. – ein Genuss. Kunsthandwerk, Flohmarkt, Performances, Musik, Fressen, alles ist da. Ein Highlight sind die Breakdancer und ein Typ, der auf seiner Singer Nähmaschine freihand Comics, Bilder und Figuren näht, seine Freundin strampelt auf dem Rad für den Strom. Die Häuser hier sind alle (die wir sehen) nett hergerichtet, mit viel Pflanzen, irgendwie einfach “öko”. Zwischendurch lassen wir in einem Radladen (es gibt unzählige) mein Ritzel drehen und Öl wechseln. Sie kennen Rohloffschaltungen! Wir fahren mit dem Gefühl weg, dass dies eine Stadt ist, in der wir leben könnten. -Schon allein wegen der Fülle von alten Käfern und Bullis.

Auf der letzten Station vor dem Pazifik übernachten wir in einem kleinen Hotel und erleben eine Jamsession der örtlichen Musikszene.

03.07. Yellowstone NP3

Montag, Juli 5th, 2010

Heute nach Old Faithful, dem größten Geysir gefahren. Und unterwegs eine große Bisonherde direkt neben der Straße getroffen. Ein Bison hat beim Überqueren der Straße immer Recht! Und wenn er sich noch so lange nicht entscheiden kann. Wir haben kein Blech außenrum und waren seehhr vorsichtig beim Vorbeifahren. Erst vor einer Woche wurde eine Touristin angefallen und verletzt.
Old Faithful sehr beeindruckend- auch die vielen Touris außenrum. Und mal wieder die Beobachtung: Viele verschiedene Nationen und Ethnien, aber so gut wie keine Schwarzen!

01.07. Yellowstone NP2

Montag, Juli 5th, 2010

Karibubesuch zum Frühstück! Morgens um sechs sind es 6°C. Ganz schön frisch. Aber blauer Himmel und in der Sonne wird es schnell warm.
Was wir sehen: Wald, Bisons, Raben, Geysire und andere Löcher in der Erde, aus denen es dampft und brodelt, ein Grizzli mit 3 Jungen und 150 Zuschauern, viel Wasser, Berge, freundliche Ranger.
Eine kleine Begebenheit: Wir sehen Leute auf einem Hügel mit viel Dampf . Also halten wir und stiefeln als touristische Dumpfbacken hin. Ein Trupp von Japanern macht Fotos und zieht dann ab. Wir sind von den brodelnden Löchern schwer beeindruckt, Fritz macht Fotos. Bis mir auffällt, dass die Löcher direkt vor mir sind und es eigentlich überall heißt: thermoaktiver Grund-Danger. Und da höre ich die Rangerin von der Straße rufen und sehe sie winken. Wir zurück und voll banger Erwartung eines üblen Anschisses. – Sie war zwar ernst, aber sehr freundlich und erklärte uns, wie gefährlich es sei, zeigte uns die Schilder am Straßenrand, die wir nicht gesehen hatten, erzählte, dass wir ausschließlich auf den Holzbretterwegen gehen durften und sie diese immer wieder versetzen mussten, weil der Untergrund sich ständig veränderte. Wir entschuldigten uns und sie meinte noch zum Schluss: Wir möchten, dass Sie später von einem wunderbaren Erlebnis im Park erzählen und nicht, dass Sie verbrannt nach Hause gehen.
Die Bärin mit den Jungen war seit 2 Tagen dort und es sprach sich natürlich rum- entsprechend der Zustrom. Sie hatte wohl ein Stück Wild gerissen und frass es. Wie man an den Fotos sieht, geht sie zwar erst weg, kann es aber nicht verknusen, dass die Krähen kommen, verscheucht sie und frisst nochmal weiter.

30.06. Yellowstone NP 1

Montag, Juli 5th, 2010

Bestes Wetter, der angekündigte Verkehr auf enger Straße ist erträglich, wenn auch unangenehm wegen der vielen RVs mit Anhänger. Wir fahren über West Thumb am Yellowstone Lake nach Bridge Bay. Der Campingplatz ist zwar voll, aber für Hiker/Biker gibt es immer Platz. Wir werden freundlich begrüßt. Es gibt zwar kaltes Wasser und Toiletten, aber keine Duschen. Alles Essbare, irgendwie für Bären interessant Duftende muss in die Kiste. Selbst Wasserflaschen.

20.05. The Farm in Summertown

Sonntag, Mai 23rd, 2010

Wir waren da! „ The Farm” (www.thefarm.org) war in den 70igern und 80igern eine der berühmtesten und größten Landkommunen mit anfangs über 1500 Leuten. Wir mussten da einfach hin. Und dann wären wir fast vorbeigefahren, weil wir dachten, es läge bei Memphis!

Deshalb kurzfristig umdisponiert und nach Norden statt nach Westen gedüst. Abends vor verschlossener Schranke angekommen und durchs Tor gequetscht. Ein richtiger Althippi, der gerade vorbeikam, meinte, wir könnten uns auf den campground stellen. Also wir hin, idyllischer Platz mit Fröschen, Mücken und Hunderten von „lightning bugs“ –Glühkäfer, die ihr Licht an und ausknipsen! Wir waren wie verzaubert.

Am nächsten Tag haben wir das weitläufige Gelände erkundet, Gespräche geführt, darunter eins mit dem Gründer und spirituellen Führer Steven Gaskin.(www.stephengaskin.com) Es war ein wirkliches Highlight.

Stellt Euch vor: 1971 startet in San Fransisco ein Convoi von 50 Schoolbussen auf der Suche nach Land. Zusammengesammelt von Steven Gaskin, der damals in der Alternativszene in den Staaten sehr berühmt war.

Sie siedelten sich in Summertown an, kauften ein riesiges Stück Land, 3 Quadratmeilen,vorrangig Wald, und wuchsen rasch auf 1500 Leute an. Eine gigantische Großkommune, die vor allem auch für ihr „midwifery“- Zentrum sehr bekannt war. Seine Frau Ina May Gaskin hat mit dem Zentrum Geschichte geschrieben und ist auch jetzt noch als Dozentin und Rednerin sehr viel unterwegs. Sie gilt als die Mutter der natürlichen Geburtshilfe. Sogar aus Europa kamen Leute zum Entbinden. 1983 kam es zum großen „Change“, aus der Kommune wurde eine spirituell inspirierte Community. Als Gründe wurden genannt: es waren zu viele Menschen, die man nicht mehr versorgen konnte; und es gab finanzielle Probleme, weil zuwenig Geld von außen kam (d.h. zuwenig Außenverdienst). Für uns nicht so recht vorstellbar: Sie mussten ja für alle, die krank wurden, die Krankenhausrechnungen bezahlen- und das sind hier horrende Summen. Dann kam es zum worst case- ein Unfall, bei dem jemand vom Baum fiel und schwerstverletzt wurde. Diese Behandlungs-Rechnung war so hoch, dass die Beschlagnahme des Grundstücks drohte. Es folgte die Entscheidung, ein Teil des Landes zu verkaufen und eine neue Struktur aufzubauen. Das Land gehört jetzt allen, jeder muss eine bestimmte Summe für die grundlegenden Gemeinschaftsdienste wie Straßenbau, Wasser, Strom, bezahlen, sein Haus selbst finanzieren etc. Inzwischen leben hier 165 Leute, das Durchschnittsalter ist 50-60. Es gibt noch eine Schule, auch für Auswärtige, die Geburtsklinik mit Hebammenausbildung, ein Bildungszentrum, die Workshops anbieten, diverse Kleinunternehmen und die seinerzeit erste Geldeinnahmequelle: der Bau von Geigerzählern!

Das Gespräch mit Steven war sehr interessant. Er erzählte aus den  Tagen in San Fransisco, ihren Intentionen und dem Aufbruch mit den Bussen. Er hat übrigens 1980 den alternativen Nobelpreis erhalten.

Berührt hat uns auch der Besuch auf ihrem Friedhof. Wir haben noch nie einen so persönlich gestalteten gesehen. Es liegen auch sehr junge Leute dort und wir stellen uns vor, dass sie ein sehr intensives und aufregendes Leben hatten, wenn auch manchmal kurz.

Der Besuch arbeitet in uns nach.; er war sehr bewegend.

  • Photos

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