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Archive for the 'Detroit' Category

Detroit

Sonntag, März 28th, 2010

Heute nach Detroit reingefahren, 30 km hin durch Vororte und ziemlich verlassene Hafengebiete. Es muss frueher gigantisch gewesen sein, heute wirkt es vorrangig trostlos. Die Glasfassade des GM-Hauptgebaeude glitzert allerdings immer noch in der Sonne. Viele der stolzen Gebaeude, die z.T. mit viel Prunk an den Fassaden von goldenen Zeiten traeumen, stehen leer. Gute Restaurants und Bars stellen sich bei Naehergehen als verlassen dar.
In manchen Gegenden, durch die wir gefahren sind, sind die meisten Wohnhaeuser nicht nur verlassen, sondern auch verfallen oder ausgebrannt.
Im mexikanischen und arabischen Viertel scheint es lebendiger zu sein. Wir hoeren mehr Musik auf der Strasse und nicht ganz so viele Haeuser stehen leer.
Das Radfahren war uebrigens ganz problemlos. Wir haben sogar mehrere Radfahrer gesehen!
Und die Autofahrer waren sehr ruecksichtsvoll.
Nur die Strassenbelaege sind einer Autostadt nicht wuerdig.

karin

Yeah, we got it!

Samstag, März 27th, 2010

Das vorabendliche Einbuchen

reisefertig

vorgestern hat sich als Stress mindernd und segensreich erwiesen.

Als wir anderen Tags den Flieger bestiegen, stellten wir mit Begeisterung fest: der heißt ja wie wir!

Witten

Wenn das kein gutes Omen ist! Der Flug in unserem „Privatflugzeug“ über die Südspitze Grönlands und das Packeis vor Labrador mit weitgehend guter Sicht war denn auch bilderbuchmäßig.

Der Ort der Anspannung war nun der Schalter des Immigration-Officers. Warten in der langen Schlange. Fingerabdrücke, Irisfoto. Das Gespräch war dann ruhig, distanziert, freundlich, sogar eine Bemerkung über die Langsamkeit seines Computers. Aber zur Genehmigung der gewünschten 208 Tage sah er sich keinesfalls in der Lage. Das Maximum sind eigentlich 180 Tage. Also ins Extrazimmer zum nächst höheren Dienstgrad. Die beiden Herren waren schon etwas lockerer, durchaus auch amüsiert über unser Vorhaben, aber doch sehr skeptisch. Das Ganze hatte bestimmt den Charakter von Willkür oder Demütigung, wie man manchmal hört. Verständnis für denn Sinn des Unternehmens hatten sie dennoch nicht. Es ging ihnen wohl darum zu klären: sind wir nun

a)      Arbeitsimmigranten?

b)      normale Verrückte?

c)      oder hat der Wahnsinn doch Methode?

Wir konnten sie schließlich von c) überzeugen. Hilfreich war dabei sicher, die Rahmenbedingungen belegen und damit lautere Absichten glaubhaft machen zu können: finanzielle Absicherung (aktueller Kontoauszug, Visa-Karte), Fitness- und erfahrungsmäßige Voraussetzungen (Foto mit Fahrrädern am Timmelsjoch), Reiseplanung (Landkarte mit eingezeichneter Strecke, Ausrüstung) und Gründe, wieder nach Deutschland zurückzugehen (E-Ticket für den Rückflug, befristete Freistellung von der Arbeit, Foto von Haus und Familie). Vielleicht haben auch unsere „USA-wir kommen!“-T-shirts vom TCW mitgeholfen, den rein privaten Charakter der Reise zu unterstreichen. Jedenfalls wurden volle sieben Monate genehmigt und Plan B, C und D können in die Tonne!

Fritz

wir sind da!

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