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Planungsphase

Wie beginnt man denn so einen Reisebericht, wenn man noch nicht weiß, wie intensiv man ihn weiterführen kann (und will!), und vor allem nicht weiß, von wem und wann er gelesen wird? Vielleicht:
„Geschätzter Leser“? -oder
„Liebes Tagebuch“? -oder auch
„Sportsfreunde!!“?
Ich lasse mal alles stehen; jeder darf sich aussuchen, was am besten passt.

Die Vorbereitungen auf diese Reise dauern von der ersten Idee jetzt gut 1 ½ Jahre. Wieso denn ausgerechnet die USA, wo wir doch eigentlich Größeres vorhaben? Pfingsten 2008 habe wir uns mal mit einer Weltenbummlerin unterhalten, die beschlossen hatte, nicht länger als ½ Jahr aus Deutschland wegzugehen, nicht wegen Heimweh, sondern weil es so schwer sei, sich in die fest gefügten Strukturen in diesem Land wieder hineinzufinden.

Aha, haben wir da gedacht, da wir gern auf den Rat erfahrener Leute hören, und da fiel uns spontan die USA ein: die beste Infrastruktur aller außereuropäischer Kontinente, keine Sprachprobleme und mit dem Rad in 1/ 2 Jahr gut zu machen. Ein Anfängerprojekt. Quasi ein Heimspiel. Dachten wir so. –Nun, wir werden sehen!

Man träumt sich ja so in die Reise hinein, und wo sehen wir uns da? Nicht in den Rockys, nicht an der Ostküste, auch nicht an der Westküste oder den Nationalparks –nein, am meisten beschäftigt uns der Mittlere Westen, Straßen, die 500 Meilen geradeaus führen, links der Weizen, rechts der Mais. Und man steigt morgens aus seinem Zelt und fährt dieselbe Richtung und sieht den ganzen Tag dasselbe wie gestern und vorgestern und wie morgen und übermorgen. Das scheint uns die eigentliche Herausforderung zu sein. Wie werden wir das wegstecken? Was macht das mit uns?
Fritz

Die Planungsphase begann wie Fritz oben beschrieb, mit dem Entschluss, der Weltreise eine Übungsfahrt voranzustellen. Ab dem Augenblick begann sich alles zu fügen, beruflich und privat.

Unsere Reiseroute stand bald in den Grundzügen fest: von Ost nach West, einzelne Points of Interest ebenfalls, wie zB Detroit als Autostadt, Chattanooga, Memphis, Yellowstone NP, die Westküste, San Francisco, Los Angeles, Yosemite NP, etc.

Die Erkenntnis, dass wir nicht alles, was uns interessiert, ansteuern können, wird uns bald klar.

Dabei wollten wir auch noch Themen bearbeiten: Der Umgang mit Alter und Sterben, sun cities, new age communities, etc.

Je näher die Reise rückt, desto vorsichtiger werden wir mit unseren Planungen.

Vielleicht fahren wir auch viel weniger, oder andere Strecken als wir uns jetzt so vorstellen.

Schließlich soll es ja nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Auszeit sein.

Karin

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    • 08.04.-12
    • 08.11.-08
    • 06.18.-06
    • 06.12.-14
    • 07.29-11