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Archive for April, 2010

17.04. Abfahrt New York

Montag, April 19th, 2010

Ein ganzer Tag durch NewYork, Harlem,Bronx, George Washington Bridge, auf die andere Seite und dann weiter.

16.04. New York

Montag, April 19th, 2010

In New York ist alles anders, heißt es immer. Ein paar Sachen fallen wirklich auf:
1. sieht man viele Leute auf den Strassen. Bisher war das so, dass die Menschen außerhalb ihres Hauses vor allem saßen: im Auto, auf dem Rasenmäher oder vor dem Grill. In Bewegung sah man sie nur selten.
2. gibt es kaum Übergewichtige auf den Strassen, zumindest im südlichen Manhattan. Das hängt vielleicht mit dem Punkt 1 zusammen. Immerhin ist die U-Bahn im Vergleich zu anderen Großstädten recht dürftig und vor allem in Längsrichtung. Quer geht man am besten zu Fuß, da Auto und Bus nicht wirklich attraktiv sind.
3. sieht man kaum Leute über vielleicht 65, die meisten sind viel jünger. Wahrscheinlich zieht man weg, wenn man nicht mehr arbeitet. Anders ist das in den nördlichen Wohngebieten, Harlem oder die Bronx, da gibt es auch Alte und gebrechliche Menschen.
4. Fahrräder gehören in Downtown zum Straßenbild (siehe Fotos morgen). Das sind natürlich schnelle Stadt-Bikes und nicht solche Tourenräder wie meins. Angeschlossen werden sie meist mit Ketten, mit dem man auch einen Fugzeugträger festmachen könnte. Wenn man allerdings in Harlem mit einem vollgepackten Tourenrad unterwegs ist, hat das schon seinen besonderen Reiz. Es herrscht das Chaos.
5. Während in Manhattan dauernd mindestens eine Krankenwagensirene zu hören war, hörten wir während unser Bronx/Harlem Durchquerung nicht eine. Merkwürdig oder?

Fritz , Karin

14.-16.04. New York

Samstag, April 17th, 2010

Was soll man schon schreiben, wenn man zwei Tage in New York ist? Wir bilden uns nicht ein, etwas wirklich gesehen und verstanden zu haben. Ein paar Eindrücke haben wir mitgenommen und darüber werden wir in den nächsten Tagen noch berichten. Zuerst ein paar unkommentierte Fotos, die für sich selbst sprechen.

13.04. Hudson River zweiter Teil

Samstag, April 17th, 2010

Da stellt man sich so ein schönes flaches Flusstal vor, in dem man vom Rückenwind getrieben so richtig schön dem Süden entgegenrauscht: nichts da! Die Landschaft war schön und hügelig. In Poughkeepsie gab es eine Stadtautobahn, also wurden wir durch die Stadt umgeleitet über knackige Steigungen. Bei der Ortsausfahrt hatte Karin ihren ersten Platten: Loch an der Außenseite des Schlauches, Mantel unverletzt aber ein Sandkorn im Mantel: also Einbaufehler! Ab Poughkeepsie ging es nur noch bergauf-bergab, diese nervigen kurzen Hügel, einer nach dem andern. Ein richtiges Erfolgserlebnis wie auf einer Passhöhe bleibt aus, aber am Ende des Tages hatten wir 130 km und 1700 Höhenmeter, die einem Alpentag alle Ehre machen würden. Dabei war die Landschaft eigentlich wunderschön, manchmal sah man den Hudson-River in beeindruckender Breite dahinströmen, mal staunte man über abenteuerliche Brückenkonstrüktionen. Die Strasse war stellenweise schmal und führte durch abgelegene idyllische Dörfchen, über weite Strecken aber auch wie eine deutsche Autobahn im Feierabendverkehr. Ein einziges Mal wurden wir böse angehupt, ansonsten toleriert und mit Vorsicht behandelt. (Schließlich sind da Fahrräder erlaubt!) So gegen 9 p.m. kamen wir denn in Greenwich 30 km nordöstlich von NY an bei Erik, einem Bekannten aus Wolfsburg, und seiner Familie. Die warteten schon mit dem Abendessen und warmer Dusche und alles war wieder gut!

12.04.Hudson River

Samstag, April 17th, 2010

Wie üblich erst um 10.00 Uhr losgekommen. Bilderbuchwetter, aber nur 10°C. In Albany, einer ziemlich großen Unistadt mit vielen beeindruckenden Gebäuden, sind wir einen richtigen Achterbahnknoten gefahren. Er hatte mindestens 4 Ebenen und wir fuhren ganz oben- Mit leicht weichen Knien hinauf und stolzgeschwellter Brust runter; über den Hudson River. Dann den ganzen Tag der Bikeroute 9 gefolgt. Oft mit eigener Spur, manchmal auch als „shared roadway“, dh ohne Radwegkennzeichnung. Ich bin begeistert von den blühenden Bäumen überall. Die Landschaft ist hügeliger als gedacht und so haben wir abends mehr als 1300 Hm. In Rhinebeck ist es schon deutlich belebter und „kultivierter“ als bisher. Die Häuser werden größer, die Leute legen mehr Wert auf Gartengestaltung, auch erkennbar an den häufigeren Gärtnereien. Am Hudson River fahren wir nur am Anfang sichtbar parallel, später bleibt er oft hinter weiten Schilfgürteln, Bruchwäldern, oder einfach Hügeln versteckt.  

11.04. Erie-Canal u.a.

Dienstag, April 13th, 2010

Heute abend haben wir erstmalig einen „Warm-showers“-Kontakt angerufen. Waren sehr gespannt, wie das werden würde: es wurde super! Ed holte uns am Ortseingang mit dem Pickup ab, weil er meinte, sein Haus wäre schwierig zu finden.

Ed, you´re wunderful, thank you very much for the nice evening and the warm showers. Take care of you.

10.04. Erie-Canal dritter Teil

Dienstag, April 13th, 2010

Heute wieder gute Begegnungen gehabt. Einer hat uns nach dem üblichen woher und wohin gebeten, sehr vorsichtig zu sein, wg. der Gangs in New York und sprach über uns ein Gebet.
Abends einen richtig flotten Ritt in der Rush-hour auf der sechsspurigen Stadtautobahn gehabt. Wir wiederholen es gerne: Der Verkehr ist einfach nicht so aggressiv wie in old Germany, die Autofahrer aufmerksamer und gelassener – bisher.

09.04. Erie-Canal, zweiter Teil

Sonntag, April 11th, 2010

 

Von Barbara zum Frühstück ein gutes Gemüse-Käse-Kartoffel-etc Souffle bekommen und dazu jede Menge Informationen über den Eriekanalbau u.a. Dann mit der Wetterprognose: kalt, aber kein Schnee losgefahren. Die Kreuzung in Palmyra ist schon bemerkenswert, denn es stehen 5 verschiedene Kirchen an ihr, eine etwas  zurückgesetzt. Die ganze Stadt ist sehr nett, viele alte Häuser mit Veranden und Türmchen, vor allem ohne Fastfood-kette im Stadtgebiet. Das wollten die Bürger nicht, so Barbara.
Der Trail am Canal entlang ist super. Gut zu fahren, feiner Schotter. Später dann doch auf Straße gewechselt, um mehr km zu schaffen. Es wurde immer kälter und zum Schluss fing es bei 4°C leicht an zu schneien. In Syracuse landeten wir  in einer Gegend, in der ich mich bei Dunkelheit nicht mehr wohlfühlte, aber was soll´s. Der Hunger trieb uns bei kaltem Schneegestöber in ein vietnamesisches kleines Restaurant. Als wir verabschiedet wurden mit „be careful“, gingen wir doch ziemlich zügig zurück und ich blickte argwöhnisch jede Figur mit Sweatshirt und Kapuze an, die auf der Straße auftauchte- alles war ok.

08.04. Erie Canal Trailway

Samstag, April 10th, 2010

Heute sind wir die meiste Zeit am Erie-Kanal entlanggefahren, es war zwar kalt aber doch weitgehend trocken. Das einzige Gewitter erwischte uns gerade in diesem wunderbaren Fahrradladen, während wir für Karin tatsächlich einen Fahrradcomputer mit Höhenangabe gefunden haben. Ihr alter ist nämlich direkt am zweiten Tag der Reise kaputt gegangen, weswegen in der Statistik auch keine Höhemeter aufgetaucht sind. Das wird sich nun hoffentlich ändern.

Ich habe mal dieses Liegerad ausprobiert: phänomenales Fahrgefühl!—Überhaupt begegnen uns auf dem Erie-Trail immer wieder Radler, allerdings eher gemächlich sportliche oder Tagestourler, bisher aber kein einziger Radwanderer mit vollem Gepäck wie wir.
Zum erstenmal Bed&Breakfast bei Barbara and Robert ausprobiert. Von beiden haben wir  viel Wissenswertes über den Kanal und die Region erfahren und durften vor allem seinen hervorragenden Wein ausprobieren.

07.04. Per aspera ad astra {Durch Bitternis zu den Sternen (lat.)}

Samstag, April 10th, 2010

Stellt Euch bitte mal vor: da fährt man 80 km im Dauerregen, zwischendurch ein kleines Highlight: der 1000. km, ansonsten nur Regen, mal mit Gewitter, mal ohne, aber immer Regen. Man ist nass bis auf die Knochen, sieht aus wie ein Schwein und riecht wahrscheinlich kaum besser.—Und als wir dergestalt auf den Hof von „Dollinger’s Motel“ rollten, nahte gänzlich unerwartet das Glück in Person einer jungen Frau (Hannah), die im Auto hinter uns auf den Hof fuhr: sie habe uns morgens schon hinter Buffalo gesehen und hier könnten wir unmöglich absteigen, sie könne das nicht zulassen. Die Eltern hätten ein großes Haus ganz in der Nähe mit vielen Räumen, auch einer warmen Dusche und abends gebe es Pizza. – So fuhren wir also hin und wurden trotz unseres Zustandes und als vollkommen Fremde mit schier unglaublicher Gastfreundschaft empfangen.
Wir erlebten einen ganz außergewöhnlichen Abend, fragten unserer Gastfamilie fast Löcher in den Bauch und staunten über Vieles.

Am nächsten Morgen ging es nach einem Abschiedsfoto für die anderen in den Alltag und für uns wieder auf die Straße. Diesmal in den kalten Nebel.

Thanks for your great hospitality. Be sure, we will never forget you.

  • Photos

    • 05.07.-04
    • 06.14.-09
    • Karin
    • 08.17.-23
    • 07.25-10 for sale