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10./11.05 Überraschende Einladung in Athens

Tennessee ist rehabilitiert! Nachdem wir gestern Nachmittag den „Lost Sea“ besichtigt haben, den größten unterirdischen See Nordamerikas, auf dem man sogar mit einem Boot herumgeschippert wird, begann es ordentlich zu regnen. Wir wollten eigentlich in Athens, 20 km südlich auf einen Campingplatz, haben uns aber dann doch für ein Motel entschieden. –haben noch schnell im Supermarkt eingekauft, aber keinen Wein bekommen, auf den wir uns innerlich gefreut hatten. Wir fragten dann einen Kunden an der Kasse neben uns, Mitte 50 vielleicht, ob er denn den nächsten Weinladen wüsste; er beschrieb den Weg. Als wir draußen unser Zeug gepackt hatten, kam er noch mal zurück und sagte, die hätten aber nur schlechten Wein, er hätte besseren und wir könnten auch duschen, übernachten und uns etwas kochen. Wir nahmen die Einladung an, schwupp-die Räder auf den Pick-up und ab ging´s nach Hause zu Billy. Er selbst müsse früh ins Bett, weil er um 4:30 Uhr aufstehen müsse. Wir sollten uns morgen früh Zeit lassen und dann einfach die Tür ins Schloss ziehen. Billys Haus ist voll mit Deko-Artikeln und Antiquitäten, die Betten königlich, sein Wein, den wir gewählt hatten, spanisch und vorzüglich. Dabei hat er Wein nur für Gäste und hielt sich selbst an ein kleines Glas mit Vodka und Wasser. Sein Job ist einerseits Gärtner bei einer Eiskremfabrik und andererseits privat Dekorateur, speziell Weihnachtsdeko (seine Leidenschaft) und Hochzeiten. Er reist gerne mit „Primetimer“ eine Organisation für 50-60 jährige Männer. Das ganze war für uns eine völlig unerwartete Lektion in Gastfreundschaft und Vertrauen. Verstunken und durchnässt wie wir waren, können wir uns eine ähnliche Geschichte in Deutschland kaum vorstellen.

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